Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Temperaturfühler FAQ – Auswahl, PT100 vs. PT1000, Prüfung, Einbau und Messgenauigkeit
Was für Temperaturfühler gibt es?
Temperaturfühler werden in Widerstandsthermometer (z. B. PT100, PT1000), Thermoelemente (Typ K, J, T, L), NTC-Thermistoren, digitale IC-Sensoren und Infrarot-Sensoren unterteilt. Sie unterscheiden sich im Messprinzip, Temperaturbereich, Genauigkeit und Einsatzumfeld. In der Industrie dominieren PT-Sensoren wegen ihrer Stabilität, während Thermoelemente für sehr hohe Temperaturen eingesetzt werden.
Was ist ein PT100 Temperaturfühler?
Ein PT100 ist ein Widerstandsthermometer mit einem Platin-Messelement, das bei 0 °C einen Widerstand von 100 Ohm besitzt. Der elektrische Widerstand steigt mit zunehmender Temperatur nahezu linear an. PT100-Sensoren sind nach IEC 60751 normiert und werden wegen ihrer hohen Genauigkeit, Langzeitstabilität und Reproduzierbarkeit in Industrie und Maschinenbau eingesetzt.
Was ist der Unterschied zwischen PT100 und PT1000?
Der Unterschied liegt im Grundwiderstand bei 0 °C: Ein PT100 hat 100 Ohm, ein PT1000 besitzt 1.000 Ohm. PT1000-Sensoren liefern höhere Signalspannungen und sind weniger störanfällig bei längeren Leitungen. PT100-Sensoren sind in industriellen Standardanwendungen weiter verbreitet. Genauigkeit und Temperaturbereich sind bei gleicher Toleranzklasse vergleichbar.
Wie funktioniert ein Temperaturfühler?
Ein Temperaturfühler wandelt Temperatur in ein elektrisches Signal um. Bei Widerstandsthermometern wie PT100 oder PT1000 verändert sich der elektrische Widerstand abhängig von der Temperatur. Thermoelemente erzeugen eine temperaturabhängige Spannung. Das entstehende Signal wird von einem Messgerät oder einer Steuerung erfasst und in eine Temperaturanzeige umgerechnet.
Wie wird ein Temperaturfühler angeschlossen?
Temperaturfühler werden je nach Sensortyp und Genauigkeitsanforderung in 2-, 3- oder 4-Leiter-Technik angeschlossen. Besonders bei PT-Sensoren kompensieren die 3- und 4-Leiter-Schaltungen den Leitungswiderstand und erhöhen die Messgenauigkeit. Der Anschluss erfolgt an Messumformer, Anzeige- oder Steuergeräte gemäß Schaltplan und Herstellerangaben.
Temperaturfühler FAQ – Dallas DS18B20 Sensor, 1-Wire, Anschluss, Genauigkeit & Anwendungen
Was ist ein Dallas DS18B20 Temperaturfühler?
Ein Dallas DS18B20 Temperaturfühler ist ein digitaler Temperatursensor mit 1-Wire-Schnittstelle. Der Sensor misst Temperaturen direkt digital und eignet sich für Steuerungen, Gebäudeautomation, Raspberry Pi, Arduino, Maschinenbau und technische Anlagen. Im Gegensatz zu klassischen PT100- & PT1000 oder NTC-Fühlern liefert der DS18B20 bereits ein digitales Temperatursignal.
Wie funktioniert ein DS18B20 Temperaturfühler?
Der DS18B20 misst die Temperatur intern elektronisch und überträgt den Messwert digital über den sogenannten 1-Wire-Bus. Dadurch können mehrere Sensoren über eine gemeinsame Datenleitung ausgelesen werden. Jeder Sensor besitzt eine eindeutige Adresse und kann einzeln identifiziert werden.
Was bedeutet 1-Wire beim Dallas DS18B20?
1-Wire ist ein digitales Bussystem, bei dem Daten über nur eine Datenleitung übertragen werden. Zusätzlich wird meist eine Masseleitung verwendet. Viele DS18B20 Temperaturfühler arbeiten mit drei Leitungen: Versorgung, Datenleitung und Masse. Dadurch lassen sich mehrere Sensoren einfach an einer Leitung betreiben.
Welche Vorteile hat ein DS18B20 gegenüber PT100, PT1000 oder NTC?
Der Dallas DS18B20 liefert bereits digitale Temperaturwerte und benötigt keine klassische Widerstandsauswertung. Außerdem besitzt jeder Sensor eine eindeutige Adresse für den Busbetrieb. PT100- und PT1000-Fühler bieten dagegen oft höhere Genauigkeit und werden häufig in industriellen Anwendungen eingesetzt. NTC-Fühler sind besonders in Heizungs- und Klimaanlagen verbreitet. Weitere PT-Sensoren finden Sie hier: PT100 & PT1000 Temperaturfühler
Welchen Temperaturbereich unterstützt ein DS18B20 Sensor?
Der DS18B20 Sensor ist für Temperaturen von etwa −55 °C bis +125 °C ausgelegt. Der tatsächlich nutzbare Bereich eines fertigen Temperaturfühlers hängt zusätzlich von Kabelmaterial, Verguss, Hülse und Bauform ab.
Temperaturfühler FAQ – NTC-Sensoren, Kennlinien, Widerstandswerte, Genauigkeit & Anwendungen
Wie funktioniert ein NTC Temperaturfühler?
Ein NTC-Fühler verändert seinen elektrischen Widerstand abhängig von der Temperatur. Die angeschlossene Steuerung oder Auswerteelektronik misst diesen Widerstand und berechnet daraus die Temperatur. NTC steht für „Negative Temperature Coefficient“.
Was bedeutet NTC?
NTC bedeutet „Negative Temperature Coefficient“. Der Widerstand des Sensors wird kleiner, wenn die Temperatur steigt. Das unterscheidet NTC-Sensoren von PTC- oder PT100/PT1000-Sensoren.
Welche Vorteile haben NTC Temperaturfühler?
NTC Temperaturfühler bieten:
hohe Empfindlichkeit
schnelle Reaktionszeiten
kompakte Bauformen
günstige Kosten
große Auswahl an Widerstandswerten
Dadurch eignen sie sich besonders für Heizungs-, Klima-, Lüftungs- und Serienanwendungen.
Welche Widerstandswerte gibt es bei NTC Sensoren?
NTC Temperaturfühler sind in vielen Widerstandswerten erhältlich, zum Beispiel:
NTC 1kΩ
NTC 1.8kΩ
NTC 2kΩ
NTC 5kΩ
NTC 10kΩ
NTC 20kΩ
NTC 50kΩ
NTC 100kΩ
Entscheidend ist die Kompatibilität mit dem verwendeten Regler oder Steuergerät.
Was ist der Unterschied zwischen NTC und PT100/PT1000?
NTC-Sensoren besitzen keine genormte Kennlinie wie PT100 oder PT1000. Sie sind häufig günstiger und reagieren empfindlicher auf Temperaturänderungen. PT100/PT1000-Fühler bieten dagegen meist höhere Langzeitstabilität und werden häufig in industriellen Anwendungen eingesetzt.
Weitere PT-Sensoren finden Sie hier:
PT100 & PT1000 Temperaturfühler